Jetzt ist die Zeit der Wünsche, Ziele und guten Vorsätze

Über gute Vorsätze, Wunsch- und Zielformulierungen wird schon so viel geschrieben, und doch ist gerade der Jahresanfang für dieses Thema prädestiniert. Ob private Ziele „Ich will mehr joggen“ oder geschäftliche „Ich will mehr Kunden“, warum die richtige Formulierung von enormer Bedeutung ist, erfahren Sie auf der Akquise-Wiese.

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Gute Vorsätze, Wünsche und Ziele, die man fasst, sind oftmals schnell vergessen und man ärgert sich hinterher oder hat ein schlechtes Gewissen: „Wieder nicht geschafft!“ Das muss nicht sein. Der Knackpunkt liegt oft in der Art der Zielformulierung.

“Weniger Stress”

Laut einer DAK-Studie wünscht sich jeder zweite “weniger Stress” – diese Formulierung ist jedoch nicht gehirngerecht. Sie ist unkonkret und deshalb nicht nachfühlbar. Was wir brauchen, ist, dass ein Kopfkino in Gang gesetzt wird, welches den Körper schon vorab den gewünschten Zustand auf angenehme Weise spüren lässt und dadurch Lust auf mehr macht.

Leichter gesagt, als getan?

Hier eine kleine exemplarische Übung: Stellen Sie sich mal vor, es wäre auch Ihr Ziel, weniger Stress zu haben. Woran werden Sie dann merken, dass Sie das Ziel “weniger Stress” erreicht haben? In welcher Situation, in welcher körperlichen Befindlichkeit sind Sie, was spüren Sie dann?

Vielleicht werden Sie den Zielzustand daran bemerken, dass die Schultern locker sind. Oder dass Sie sonntags einen Ausflug mit der Familie machen. Oder durch den Wald joggen. Mit diesen Fragen kommen wir der gehirngerechten Formulierung schon näher.

Nun soll das Ziel konkret und sinnesspezifisch sein, am besten mit Zeit- und/oder Situationsangabe, so als hätte man den Zustand bereits erreicht. So dass man sich reinbeamen kann, um ihn in allen Sinnen zu spüren. Beispiele gefällig?

  • Ich sitze am Schreibtisch und meine Schultern sind locker, die Schulterblätter geschmeidig.
  • Es ist Sonntag und ich mache mit meiner Familie einen Ausflug mit dem Rad. Ich spüre den Wind um die Nase, genieße die Bewegung und erfreue mich am Zusammensein.
  • Ich jogge durch den Wald, spüre die kühle Frische und rieche die würzige Waldluft.

Nun machen Sie ein Kopfkino daraus und spüren Sie in sich hinein. Fühlt es sich gut an? Wollen Sie das erreichen? Wenn ja, was wäre dann dafür zu tun? Was wäre der erste, was die weiteren Schritte, um dieses Ziel zu erreichen? Fahren wir mit dem obigen Beispiel fort:

  • Ich werde bestimmte Projekte an Mitarbeiter abgeben, um den kompletten Sonntag frei zu haben. Ich werde mit der Familie einen Sonntagsplan darüber schmieden, was wir zusammen erleben wollen.

Innere Einwände ernst nehmen

Wenn es sich noch nicht 100-prozentig gut anfühlt oder wenn sich innere Einwände melden, fragen Sie sich, welche Voraussetzungen sind zu erschaffen, damit das Ziel gelingen kann. Wie muss ich das Ziel umformulieren, damit es sich für mich richtig anhört und anfühlt. Welche Vorziele sind zu fassen, damit das eigentliche Ziel verwirklicht werden kann?

Positive Gefühle wirken wie ein Turbo

Nehmen wir ein anderes Beispiel von einem meiner Coachingkunden: Dieser fühlte sich in seinem Atelier nicht mehr wohl, weil eine Renovierung anstand. Besucher mochte er gar nicht mehr zu sich bitten. Das wiederum blockierte ihn dabei, die Neukundenakquise anzugehen. Die Gedanken an die nötige Renovierung, ans Ausräumen und wieder Einräumen, bereiteten ihm negative Gefühle. Und die sind nun mal ein schlechter Motivator.

Positive Gefühle hingegen entfachen einen Turbo-Effekt. Ich bat den Coachee, eine konkrete Zielsituation zu formulieren nach dem Motto: „Es ist der soundsovielte und Folgendes ist geschafft.“ Sein Satz lautete:

«Es ist Ende April und mein Atelier ist fertig renoviert.»

Wenn er den Satz sagte, hingen nicht nur seine Schultern, sondern auch die Mundwinkel. Von Lust und Energie keine Spur. Ich bat ihn, sich im Geiste ein Zielbild des Ateliers auszumalen. In Farbe und genau so, wie es ihm gefällt und neu zu formulieren. Jetzt lautete der Satz:

«Es ist Ende April und mein Atelier erstrahlt in neuem Glanz. Ein Besucher kommt herein und sagt ‚Wow, haben Sie es schön hier‘. Ich sitze am Tisch, bin mit meinem Besucher gut im Gespräch, blicke umher und genieße die Umgebung um mich herum.»

Jetzt strahlten die Augen und die Physiologie des Coachees war energiegeladen. Mit dieser Haltung war es leicht für ihn, sich konkrete Schritte für die Umsetzung auszudenken. Und dabei wurde ihm klar, dass das Ganze für ihn doch ganz gut machbar ist.

Merke: Durch den geistig vorgestellten Zielzustand motivieren uns positive Gefühle, in Realität dorthin zu gelangen.

Machen Sie für sich die Probe aufs Exempel!

Denken Sie sich einen Zielsatz, malen Sie sich das dazugehörige Zielbild aus, installieren Sie ein eigenes Kopfkino, fühlen Sie dabei in Ihren Körper hinein und verändern Sie den Satz, bis er passt und Sie mit Energie auflädt.

Das wichtigste in Kürze:

  • Beschreiben Sie Ihren Wunsch, Ihr Ziel, Ihren Vorsatz so konkret wie möglich.
  • Malen Sie Zielbild vor Ihrem geistigen Auge malen.
  • Installieren Sie ein Kopfkino von der Zielsituation und nehmen Sie wahr, welche Gefühle dabei aufkommen.
  • Sind sie wohlig, dann genießen Sie sie für eine Weile und denken Sie sich währenddessen die Umsetzungsphase aus.
  • Gibt es innere Einwände oder ein Unwohlgefühl, ändern Sie den Satz solange, bis er passt.
  • Oder überlegen Sie, welche Voraussetzungen nötig wären. Formulieren Sie für diese Voraussetzungen einen neuen Zielsatz.

Ein Tipp zum Schluss: Schreiben Sie Ihre Zielsätze auf! Schriftlich notiert wirken sie besser als die nur gedachten Ziele.

Lassen Sie sich überraschen, wie Ihr Unterbewusstsein für die Umsetzung der Zielerreichung sorgt. Voraussetzung: Die Ziele sind realistisch, selbst initiierbar, konkret formuliert und wecken Lust und Energie, um in die Tat umgesetzt zu werden. Und damit es auch wirklich klappt, setzen Sie einen Termin oder zumindest ein Zeitfenster, an dem Sie ankommen wollen.

In diesem Sinne einen guten Weg zum Ziel und und ein erfolgreiches 2015 wünscht Ihnen

Ihre Marianne Lotz

 

(Bildquelle: Fotolia / ga-graphic-art)

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